Laute Geräusche sind allgegenwärtig: Verkehrs- und Baustellenlärm, Haushaltsgeräte oder laute Freizeitaktivitäten wie Laubbläser oder der Gebrauch von Schusswaffen. Auch am Arbeitsplatz kann Lärm eine Rolle spielen: Etwa 16 % der Hörverluste gehen auf das Konto übermäßiger beruflicher Lärmbelastung.
Hörverlust: Ursache Lärm
Hohe Lautstärke überlastet das empfindliche Innenohr immens
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Wenn das Innenohr überlastet wird
Lärm ist eine der häufigsten Ursachen von Hörverlust. Hohe Lautstärke überlastet das empfindliche Innenohr. Die dort angesiedelten Haarzellen und andere Strukturen im Ohr können durch hohen Schalldruck geschädigt werden. Dieser Schaden ist dosisabhängig. Je intensiver und je länger die Lärmbelastung, desto größer die negativen Auswirkungen auf das Hörvermögen.
Was ist zu laut?
Die normale Gesprächslautstärke liegt zwischen 40 und 60 Dezibel (dB). Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) gibt einen Grenzwert von 80 dB an, dem man sich maximal 40 Stunden pro Woche aussetzen sollte. Dieser Pegel entspricht in etwa dichtem Straßenverkehr oder lautem Schreien. Ab 140 dB kann das Innenohr sofort und dauerhaft geschädigt werden.
Achtung bei Gaming und Musik
Auch Musik oder exzessives Gaming – vor allem über Kopfhörer – können, wenn im Übermaß und zu laut genossen, Schäden verursachen. Daher hören auch immer mehr junge Menschen und sogar Jugendliche schlecht. Ein Vergleich verdeutlicht die Belastung: Wer 15 Minuten lang Musik bei 100 dB hört, setzt sein Gehör in etwa derselben Schallenergie aus wie ein Industriearbeiter während eines 8-Stunden-Arbeitstags bei 85 dB. Laut WHO sind 50 % der 12- bis 35-Jährigen von Hörverlusten bedroht.
| Tipp: Ein Dezibel-Messer kann checken, ab wann es Ihren Ohren zu laut wird. Z. B. www.decibelmeter.org/de |
Tipps fürs Musikhören:
- 60/60-Regel: Täglich nicht länger als 60 Minuten bei maximal 60 Prozent der möglichen Lautstärke
- On-Ear Kopfhörer anstatt In-Ear Ohrstöpsel tragen. Durch Kopfhörer wird der Schall besser verteilt.
- Nach einem (Rock)Konzert (die Lautstärke erreicht etwa 120 dB) sollte man seinem Gehör eine Pause von rund 10 Stunden gönnen.
Quelle: WHO-World Report on Hearing (WRH; 2021); https://www.who.int/news-room/fact-sheets/detail/deafness-and-hearing-loss
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