Hörprobleme sind weit verbreitet, bleiben jedoch häufig lange unbemerkt. In vielen Fällen entwickeln sie sich schleichend, sodass Betroffene sich zunächst daran gewöhnen.
Hörverlust erkennen
Wenn Hören anstrengend wird: Erste Hinweise richtig deuten
Hier finden Sie Ihren Experten

Hier finden Sie Ihren Experten
Hier finden Sie Ihren Experten
Erst wenn Gespräche anstrengend werden, Missverständnisse zunehmen oder Angehörige beziehungsweise Freunde darauf aufmerksam machen, fällt oft eine Hörminderung auf. Es ist frustrierend und kann zunehmend belastend sein, Unterhaltungen nicht mehr entspannt folgen zu können.
Ab wann spricht man von Schwerhörigkeit?
Von einer Schwerhörigkeit spricht man, wenn im Hörtest (Audiometrie) ein Hörverlust im besser hörenden Ohr von etwa 35 Dezibel (dB HL) festgestellt wird.1 Das bedeutet, Betroffene hören leisere Geräusche und Gespräche in normaler Lautstärke (ca. 60 dB) nur noch eingeschränkt. Schon ein leichter Hörverlust kann daher das Sprachverstehen deutlich beeinträchtigen – vor allem bei Hintergrundlärm.
Typische Anzeichen im Alltag
Folgende Situationen können auf eine Hörminderung hindeuten:
- Sie bitten andere häufiger, etwas zu wiederholen.
- Gespräche – vor allem in Gesellschaft, in Restaurants oder am Telefon – sind anstrengend.
- Fernseher oder Radio werden lauter eingestellt als früher.
- Hohe Töne sind schwerer hörbar (z. B. Vogelgezwitscher, Kinderstimmen etc.)
- Sie nehmen ein Klingeln, Summen oder Pfeifen im Ohr wahr (Tinnitus).
- Andere sagen, dass Sie ungewöhnlich laut sprechen.
Treffen ein oder mehrere Punkte auf Sie zu? Dann ist es Zeit für einen Hörtest beim Experten.
| Online-Hörtest – ein erster Schritt
In nur 3 Minuten bietet dieser Online-Selbsttest eine erste Einschätzung Ihres Hörvermögens. Für ein möglichst genaues Ergebnis führen Sie den Test in einer ruhigen Umgebung ohne Unterbrechungen durch – wahlweise über Lautsprecher oder Kopfhörer. Hinweis: Dieser Selbsttest ersetzt keine medizinische Diagnose. Bei Auffälligkeiten wenden Sie sich bitte an eine HNO-Ärztin/einen HNO-Arzt oder an eine Hörakustikerin oder einen Hörakustiker in Ihrer Nähe. |
Warum früh testen?
Je früher eine Hörschwäche erkannt wird, desto besser kann man gegensteuern und weiteren Hörschäden vorbeugen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt daher regelmäßige Hörtests, besonders für Menschen ab 60 oder bei häufiger hoher Lärmbelastung.
| So klingt Hörverlust
Wie fühlt sich ein nachlassendes Gehör eigentlich an? Mit diesem Hörverlust-Simulator können Sie typische Alltagssituationen selbst erleben. |
1(Quelle: Weltgesundheitsorganisation WHO, 11.02.2026)
Ähnliche Beiträge
-
Hörverlust macht einsam und krank
Nicht nur Betroffene leiden unter Hörverlust auch das Umfeld. Unbehandelte Schwerhörigkeit zieht nicht nur soziale Probleme nach sich, die aus der Schwierigkeit an Unterhaltungen teilzunehmen, resultieren, sondern hat auch beträchtliche… -
Hörtraining – wieder zu hören, braucht Übung
Hörtraining – wieder zu hören, braucht Übung Bis das Hören mit dem neuen Hörgerät funktioniert, braucht es einige Zeit. Schwerhörig werden ist meist ein schleichender Prozess, denn das schlecht Hören… -
Tinnitus – was tun gegen Ohrgeräusche?
Ein Rauschen, ein konstantes Piepen, Pfeifen und ein Druckgefühl im Ohr, so unterschiedlich schildern Patienten den Klang von Tinnitus. Ein Phänomen ist immer gleich, Tinnitus tritt ganz plötzlich und unvermutet…



