Optische Sonnenbrille

Sonnenbrille für Brillenträger

Wie angenehm ist ein Tag voller Sonnenschein. Aber bei allem Genuss darf man den Schutz der Haut und auch der Augen vor dem schädlichen UV-Licht nicht vergessen. Eine Sonnenbrille mit Sehstärkenkorrektur ist in mehrfacher Hinsicht nützlich: Sie gleicht die Sehschwäche aus, schützt vor der ultravioletten Strahlung und ist zudem auch noch ein modisches Accessoire. Dank moderner Gläserherstellung ist sie ein zuverlässiger und flexibler Begleiter für jeden Sonnentag.

Blendschutz und Schutz vor schädlicher Strahlung

Unsere Augen haben durch die Möglichkeit der Verengung der Pupillen einen natürlichen Schutz gegen Sonne. Ab einem gewissen Grad der Blendung kneifen wir unweigerlich die Augen zusammen, das ist ein Reflex, der unsere Augen schützt. Im Moment der Blendung ist unser Sehvermögen massiv beeinträchtigt und es dauert auch, bis es sich wieder normalisiert. Dieser Umstand macht Autofahren bei tiefstehender Sonne ohne Sonnenbrille besonders gefährlich.
Die unsichtbare kurzwellige Sonnenstrahlung ist zudem für das Auge besonders schädlich. Trägt man keine Sonnenbrille oder eine nur ungeeignete, kann diese Strahlung zu massiven Netzhautschäden und Schäden der Augenlinse führen.
Auch wenn eine Sonnenbrille getönte Korrekturgläser hat, muss auf den optimalen UV-Schutz geachtet werden. Ein UV-Schutz mit der Bezeichnung UV-400 garantiert die Ausfilterung aller schädlicher UV-Strahlen unterhalb von 400 nm.
Dieser Schutz hängt nicht mit dem Tönungsgrad der Brille zusammen, da dieser nur als Blendschutz fungiert. Der Tönungsgrad wird in 4 Kategorien eingeteilt. Kategorie 2 ist für einen nordeuropäischen Sommertag völlig ausreichend während Kategorie 3 eine Abdunkelung bis zu 92 % bedeutet. Diese Glastönung schützt vor den Blendungen wie sie auch bei einem Urlaub in Südeuropa eintreten. Kategorie 4 wird für den Aufenthalt im Hochgebirge, auf dem Meer oder in der Schneelandschaft empfohlen. Die extrem verdunkelte Tönung der Gläser von bis zu 97 % ist für das Autofahren nicht geeignet.
Vor Lichtreflexen wie sie Schnee oder Wasserflächen verursachen, schützen zusätzlich polarisierte Gläser. Ein spezieller Filter garantiert auch in der Ferne exaktes Kontrastsehen und vermindert den Blendeffekt. Die Polarisierung mindert auch große Helligkeit und hilft lichtempfindlichen Menschen.

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Gleitsicht-Sonnenbrillen

Wenn die Fähigkeit des Auges in der Nähe scharf zu stellen nachlässt, brauchen kurzsichtige Menschen früher oder später eine Gleitsichtbrille. Mit ihr kann man mit dem unteren Glasbereich den Nahbereich scharf sehen, während die oberen Glasbereiche das Sehen in die Ferne erlauben. Ist man eine Gleitsichtbrille im Alltag bereits gewöhnt, will man auf die Vorteile dieser Sehhilfe bei der Sonnenbrille nicht verzichten. Der Optiker kann Ihre Gleitsichtsonnenbrille genau Ihrem Freizeitverhalten anpassen. Vielleicht rät er Ihnen aber beim Kauf Ihrer neuen Gleitsichtbrille zu der sparsameren Variante eines Aufsteckers oder Clip-on.

Selbsttönende Gläser oder Aufstecker

Für Sonnenbrillen Clips gibt es 2 verschiedene Befestigungssysteme.

    • Aufsätze mit Federn: Die Gläser sind auf Federschienen oder Magneten befestigt und werden seitlich auseinandergezogen und über die Brillenfassung gezogen und auf ihrer Rückseite mit Häkchen fixiert. Darauf achten, dass die Metallteile mit Silikon überzogen sind und so die Fassung geschützt ist.
    • Clip-On-Aufsätze: Ein Clipmechanismus wird am Brillensteg angebracht. Braucht man keinen Sonnenschutz, werden die Sonnengläser einfach hochgeklappt. Die Nachteile liegen auf der Hand, es besteht die Gefahr des Verkratzens der Fassung und auch der Gläser. Kunststoffgläser sind besonders gefährdet. Die Montage des Sonnenschutzes ist manchmal gar nicht einfach und kann nicht nebenbei mit einer Hand gemacht werden.

Nicht für jede Brillenfassung gibt es die passenden Clips oder Aufsätze. Unser Tipp: An diese Möglichkeit schon beim Aussuchen Ihrer neuen Korrekturbrille denken!

Eine andere Variante, bei der man Sonnenschutz bei der optischen Brille ohne Zweitbrille verwirklichen kann, sind selbsttönende oder phototrope Gläser zu verwenden. Diese verdunkeln sich sehr rasch bei Sonnenschein und brauchen im Schatten länger zum wieder Aufklaren. Der Tönungsgrad passt sich den vorherrschenden Verhältnissen an. Der Vorteil? Die Augen sind immer automatisch und optimal geschützt. Waren selbsttönende Brillengläser früher fürs Autofahren ungeeignet, da beim Einfahren in einen Tunnel das langsame Hellwerden gestört hat, funktionieren sie heute wegen der in modernen Windschutzscheiben eingebauten UV-Filter nicht gut. Zudem beeinflusst die Temperatur die Tönungsintensität und der Blendschutz ist besonders bei Wasser-oder Schneeflächen eingeschränkt.
Lassen Sie sich von Ihrem Optiker beraten, ob diese praktische, aber auch teurere Lösung für Sie die richtige ist.

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