Augenflimmern und verschwommenes Sehen können beunruhigen

Augenflimmern und verschwommen Sehen

Sehstörungen von Flimmershow bis Mückentanz

Lichtblitze, Doppelbilder oder gar Gesichtsfeldausfälle sind sehr beunruhigende Sehstörungen. Für den Erhalt der Augengesundheit sind regelmäßige Augenkontrolluntersuchungen beim Arzt und eine Überprüfung beim Optiker, ob die Sehstärkekorrektur der Brille noch passt, unbedingt erforderlich. Treten Sehbeeinträchtigungen auf, sollte man das nicht auf die leichte Schulter nehmen. Bei manchen Sehstörungen ist sogar höchste Eile geboten und der Besuch der Augenambulanz sollte nicht aufgeschoben werden.

Welche Sehstörungen gibt es und was sind ihre Ursachen?

Augenärzte verstehen unter Sehstörungen jede Veränderung des normalen Seheindrucks. Manche Veränderungen stellen sich schleichend ein und manche treten ganz plötzlich auf. Oft ist auch nur ein Auge betroffen. Bei einigen Veränderungen ist die Ursache eine ernsthafte Erkrankung, nehmen Sie sie daher immer ernst.

  • Augenflimmern und Lichterscheinungen, auch Photopsie genannt, haben oft ihre Ursache in Unterzuckerung oder einer Augenmigräne (ophtalmische Migräne). Normalerweise beginnen diese Beeinträchtigungen schlagartig und dauern nicht lange an. Wenn das nicht der Fall ist, kann das Phänomen auf eine Netzhauablösung oder Glaskörperabhebung hindeuten. Zögern Sie bei längerer Dauer nicht die Ambulanz aufzusuchen!
  • Fliegende Mücken oder vielmehr Fäden oder Punkte, die über das Gesichtsfeld fliegen, sind meist harmlos. Sie entstehen aufgrund einer Trübung des Glaskörpers, die Schatten auf die Netzhaut wirft. Betroffene sind häufig stark kurzsichtige und ältere Personen. Meist harmlos, sollten sie dennoch den Arzt aufsuchen, wenn Sie die Einschränkung als störend empfinden.
  • Kleine Lichtpunkte oder Sternchen deuten auf einen niedrigen Blutdruck hin. Sinkt dieser noch weiter, droht eine Ohnmacht.
  • Treten Doppelbilder vorübergehend auf, ist die Ursache meist Übermüdung oder Stress, die mit regelmäßigem Schlaf und Entspannungsübungen schnell wieder verschwinden. Aber auch Funktionsstörungen der Augenmuskeln oder Gehirnareale sowie Autoimmunerkrankungen gehen mit Doppelbildern einher. Sind Doppelbilder permanent vorhanden oder treten im Zusammenhang mit starken Kopfschmerzen und Bewusstseinstrübung auf, empfiehlt es sich, diese schnellstmöglich neurologische abklären zu lassen.
  • Gesichtsfeldausfälle (Skotome) können die Ränder aber auch das Zentrum des Wahrnehmungsfeldes betreffen. Dahinter steht immer eine Augenerkrankung, die umgehend ärztlich abgeklärt werden muss.
  • Bei Rußregen und Blitzlichtern sofort zum Arzt! Möglicherweise steckt eine Netzhautablösung oder Glaskörperabhebung dahinter.
  • Bunte Ringe rund um Lichtquellen deuten auf einen erhöhten Augeninnendruck hin, der so schnell wie möglich – will man Dauerschäden vermeiden – gesenkt werden muss.
  • Lidzucken und trockene Augen sind häufig Ausdruck von Überlastung und treten meist bei langer Bildschirmarbeit auf. Abhilfe schafft eine Bildschirmbrille und Tropfen zur Befeuchtung der Augen.
  • Die häufigste Sehstörung ist die Fehlsichtigkeit, die durch eine entsprechende Brillenanpassung behoben werden kann.
Treten Sehbeeinträchtigungen auf, sollte man das nicht auf die leichte Schulter nehmen.

Sehstörungen können also die Folge innerer oder neurologischer Erkrankungen sein oder an den Augen selbst liegen. Genauso können Medikamente, Hormone oder Stress die beunruhigenden Erscheinungen hervorrufen. Sehstörungen sollen nie unterschätzt werden.

In jedem Fall sollten Sie sofort zum Arzt, wenn…

  • die Sehstörungen neu sind.
  • Sehstörungen plötzlich auftreten.
  • Sie Lichtblitze, Rußregen oder Farbringe um Lichtquellen sehen.
  • die Sehstörungen von weiteren Symptomen begleitet werden, wie Erbrechen, Kopfschmerzen, Bewusstseinstrübung oder starken Augenschmerzen.

So fördern Sie Ihre Augengesundheit

Sehstörungen, deren Ursache in Erkrankungen und Verletzungen liegt, lassen sich oft nicht vermeiden. Vorbeugend kann man aber für die Augengesundheit einiges tun.

  • Ernähren Sie sich ausgewogen und gesund mit viel Obst und Gemüse.
  • Meiden Sie Lebensmittel, die Migräne-Attacken auslösen können, wie z.B. Käse, Schokolade oder Alkohol.
  • Verzichten Sie aufs Rauchen – dies verschlechtert die Durchblutung.
  • Tragen Sie eine Sonnenbrille mit ausreichendem UV-Schutz.
  • Bedenken Sie, dass trockene Heizungsluft die Augen ebenso austrocknet, wie Zugluft.
  • Lockern Sie die Augenmuskeln mit Augenübungen wie Augenkreisen.
  • Schließen Sie die Augen oder legen Sie die Hände auf die Augen. Durch die Dunkelheit entspannen sich die Augen.
  • Regen Sie die Durchblutung und den Tränenfluss durch eine Massage der Augenpartie an.
  • Achten Sie auf regelmäßige Kontrollbesuche beim Augenarzt und Fachoptiker. Diese verbessern die Chance, Krankheiten frühzeitig zu erkennen und so wirksamer behandeln zu können.
  • Bei häufiger Arbeit am Computer achten Sie auf einen passenden Arbeitsplatz mit entsprechenden Lichtverhältnissen und dem korrekten Abstand zum Monitor. Machen Sie Pausen, zwinkern Sie zwischendurch bewusst häufig und lassen Sie Ihren Blick regelmäßig in die Ferne schweifen.

Ihr Augenlicht ist kostbar. Wenn Sie eine Störung Ihrer Sehleistung bemerken, nehmen Sie sie ernst und konsultieren Sie ihren Augenarzt.

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