Sehprobleme bei Kindern erkennen

Das Erkennen von Fehlsichtigkeit bei Kindern ist etwas tückisch, denn hinter manchen Symptomen würde man keine Sehschwäche vermuten. Etwa, wenn die schulischen Leistungen nachlassen, bei Konzentrationsstörungen oder wenn Kinder immer wieder Grimassen schneiden. Hinzu kommt, dass Kinder ihr eingeschränktes Sehvermögen gar nicht als solches erkennen. Eine regelmäßige Überprüfung ist notwendig. Häufig sind es zufällige Beobachtungen, die Eltern stutzig machen.

Babys sehen in den ersten Lebensmonaten noch sehr unscharf. Deutlich erkennen sie nur alles, was innerhalb von 30 cm liegt. Die Sehzellen sind bereits im Mutterleib angelegt, aber sie müssen sich erst völlig ausbilden, ebenso wie die Denkleistung des Gehirns, die darin besteht, Bilder aus den Informationen der Sehzellen zusammenzusetzen. Mit zwei Jahren werden im Rahmen der Mutter-Kind-Pass-Untersuchung Kinder auf Kurz-, Weit- oder Schwachsichtigkeit untersucht. Frühere Untersuchungen haben ihren Schwerpunkt auf äußeren Störungen, wie Schielen oder Beweglichkeitsanomalien.

Gutes Sehen ist die Voraussetzung fürs Lernen

90 % des Lernens von Kindern läuft über die visuelle Wahrnehmung. Entsprechend wichtig ist gutes Sehen für die Gehirnentwicklung. Sehschwächen sind aber erkennbar.

Bei Babys und Kleinkindern kann Folgendes auf eine Sehschwäche hindeuten:

  • Das Kind greift an Gegenständen vorbei.
  • Es schielt ständig.
  • Es hält den Kopf immer seitwärts geneigt.
  • Es reagiert nicht oder sehr auffallend auf Lichteinfall.
  • Es reibt häufig die Augen und schneidet Grimassen.
  • Es hat auffallend große aufgerissene Augen oder Augenzittern.
  • Es hat ständig tränende oder verklebte Augen.
  • Die Augen bewegen sich häufig, ohne irgendetwas zu fokussieren.

Ist das Kind bereits etwas älter, sollten Sie den Augenarzt aufsuchen, wenn Ihnen das auffällt:

  • Es stößt häufig an Möbeln an oder stolpert.
  • Plötzlich liest das Kind nicht mehr gerne und kommt nicht gut in der Schule mit.
  • Es kneift die Augen zusammen, wenn es in die Ferne blickt.
  • Es klagt häufig über Kopfschmerzen.
  • Manchmal kommt es auch vor, dass es sich von anderen Kindern absondert.

Frühzeitig zum Augenarzt

Im Laufe einer völlig schmerzfreien Augenuntersuchung bekommt man frühzeitig Klarheit, ob eine Sehschwäche oder eine Augenkrankheit vorliegt. Die unerlässlichen Behandlungen werden eingeleitet oder ein Sehbehelf verordnet.

Eine Brille ist ganz unabhängig vom Alter und dann notwendig, wenn...

  • eine Fehlsichtigkeit vorliegt, die zu einer Einschränkung der Sehschärfe in der Ferne (Myopie) oder in der Nähe (Hyperopie) führt.
  • eine einseitige Sehschwäche (Ambylopie) droht. Sie entsteht, wenn die Bilder, die die Augen ans Gehirn liefern, wegen einer Sehschwäche oder Schielen stark voneinander abweichen. Das kann zur Unterdrückung des Sehergebnisses eines Auges und wegen dem zunehmenden Nichtgebrauch zu einer dauerhaften Schwächung desselben führen.
  • eine Asthenopie vorliegt. Das ist eine Missempfindung unter visueller Belastung, die sich unter anderem durch schnelles Ermüden, Doppelbilder und Kopfschmerzen äußert.
  • eine Stabsichtigkeit (Astigmatismus) besteht. Dann ist die Hornhaut nicht kugelig geformt und hat keine gleichmäßige Brechkraft.

Kinderbrillen – perfekter Sitz vom Optiker

Früh erkannt, sind die meisten Sehstörungen teils zu beheben, wie z.B. das Schielen (Strabismus), oder zu korrigieren, wie die Kurzsichtigkeit (Myopie). Zur Durchführung der Refraktionsmessung (Sehschärfemessung) muss die Pupille mit speziellen Augentropfen erweitert werden. Der Fachoptiker passt in diesem Fall, die Kinderbrille genau an die Bedürfnisse der kleinen Patienten an. Es ist besonders wichtig, dass die Brillen regelmäßig getragen werden, um eine weitere Verminderung des Sehvermögens zu vermeiden.

Kinderbrillen haben hinsichtlich ihrer Stabilität, Sicherheit und Flexibilität noch einmal höhere Anforderungen zu erfüllen als Erwachsenenbrillen. Sie müssen dem Bewegungsdrang von Kindern in allen Belangen entsprechen. Leicht, stabil, flexibel und haltbar müssen sie sein. Zu Beginn werden Brillen mit Sicherheit als Fremdkörper, der zudem noch das Gesichtsfeld einschränkt, empfunden. Eine schlecht sitzende oder gar drückende Brille wird auf Dauer nicht akzeptiert werden. Mit der Zeit wird aber die Freude, wieder besser zu sehen, überwiegen. Eine positive Einstellung zur Brille kann man von Beginn an fördern, indem man das Kind beim Aussuchen der Brille einbindet. Auch kleine Kinder haben schon sehr genaue Vorstellungen, was ihnen gefällt. OPTICON Fachoptiker haben für den Geschmack jedes Kindes das perfekt sitzende Modell.

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