Scharf sehen –
nah und fern

Gleitsichtbrillen – Lebensqualität vom Optiker

Schon ab dem 35. Lebensjahr verschlechtert sich die Sehleistung, medizinisch wird diese Alterssichtigkeit Presbyopie genannt. Die Elastizität der Linse lässt nach, verliert ihre Fähigkeit sich zu wölben und die maximale Brechkraft der Linse nimmt ab. Der Nahpunkt, das ist der Punkt, an dem man in der Nähe gerade noch scharf sieht, rückt immer weiter in die Ferne. Erste Anzeichen für Alterssichtigkeit sind also, dass man nahe Gegenstände nicht mehr so gut wahrnehmen kann, daher auch die Bezeichnung Altersweitsicht. Typisch ist, dass Lesen von einer Zeitung oder einem Buch nur noch mit ausgestreckten Armen möglich ist. Irgendwann braucht man Unterstützung in Form einer Lesebrille.

Wann ist der richtige Zeitpunkt für eine Gleitsichtbrille?

Man braucht die Gleitsichtbrille erst, wenn die Altersweitsicht störend wird – also, wenn Sie nicht mehr länger zwischen Lese- und Fernsichtbrille wechseln möchten. Das kann im Alter von 35 Jahren genauso sein wie mit 50 und ist von Ihrem Alltag, Ihrem Beruf und den Hobbys abhängig.
Der Leseabstand sollte etwa 30 bis 40 Zentimeter betragen. Können Sie in dieser Entfernung noch problemlos Zeitung lesen, oder strecken Sie die Arme stets lang, um gut lesen zu können?
Häufig macht sich Altersweitsichtigkeit bei schlechten Lichtverhältnissen erstmals bemerkbar. Zum Beispiel abends in der Dämmerung oder bei spezieller künstlicher Beleuchtung. Vor Kurzem konnten Sie mit Ihrer Brille noch alles uneingeschränkt sehen und plötzlich nicht mehr? Das liegt möglicherweise nicht etwa daran, dass Ihre Sehleistung tatsächlich so rasch abgenommen hat, sondern an der Jahreszeit. Die Lichtverhältnisse sind im Herbst und im Winter selbst zur Mittagszeit schlechter.
Lesen Sie morgens Zeitung oder abends ein Buch? Wenn Ihre Augen tagsüber weniger Belastung ausgesetzt sind, reicht oft schon eine Leselampe zu dämmriger Stunde. Es muss nicht sofort eine Gleitsichtbrille sein.
Bei manchen Tätigkeiten wie etwa beim Autofahren ist es nicht mehr möglich, mit der Korrekturbrille für die Ferne auch die Rückspiegel und das Armaturenbrett scharf zu erfassen. Auch nur neben dem Fernsehen zu nähen oder zu lesen, wird zunehmend unmöglich. Dieser Einschränkung begegnet der Optiker Ihres Vertrauens mit modernster Technologie bei der Anpassung Ihrer ersten Gleitsichtbrille.

Wie kann Altersfehlsichtigkeit korrigiert werden?

Bei Bifokalbrillen gibt es nur zwei Bereiche: einen für die Nähe und einen für die Ferne. Im Bereich des Abstands zwischen 50 cm bis 2 Metern muss der Träger solcher Brillen körperlich mitwirken, um scharf sehen zu können, näher zum Objekt gehen oder sich wegbewegen. Bei modernen Gleitsichtbrillen ist im oberen Teil ein Durchsichtbereich für die Ferne, in der Mitte der Gläser ist der Sichtbereich für die exakte Sicht bei Distanzen von 50 cm bis 2 m. Das ist genau die Entfernung, die man braucht, um beim Autofahren das Armaturenbrett scharf sehen zu können. Im unteren Teil der Gläser liegt der Bereich für die Nahsicht das ist die „eingearbeitete Lesebrille“.
Gleitsichtbrillen hatten lange Zeit den Ruf unpraktisch und teuer zu sein. Nahmen doch viele an, man müsse, um optimal zu sehen, den Kopf immer speziell bewegen. Tatsächlich ist es so, dass das Gehirn sehr schnell lernt, durch welchen der Bereiche das Auge schauen muss, um die klarste Wahrnehmung zu haben. Nur bei der alleinigen Augenbewegung nach links oder rechts würde der Blick durch einen Unschärfebereich der Ränder des Gleitsichtglases fallen. Auch dass der Kopf der Blickrichtung folgt, wird ganz schnell automatisiert. Der Lernprozess erfolgt unmerklich und sehr rasch. Nur Dank hochwertigster Gläser kommt es zwischen den einzelnen Blickbereichen – sehr im Gegensatz zu den „alten“ Bifokalbrillen – zu keinen Bildsprüngen, die mitunter zu Unsicherheiten beim Stiegen steigen oder beim Gehen in unebenem Gelände führen könnten.

Haben Gleitsichtbrillen noch zusätzliche Vorteile?

Diese Frage ist mit einem überzeugten "Ja" zu beantworten:

  • Mit diesem Sehbehelf ist es möglich, verschiedene Arten für Fehlsichtigkeit gleichzeitig zu korrigieren (z.B. Astigmatismus).
  • Reflexminimierte dünne Gläser bieten Schutz vor Blaulicht und UV-Strahlung.
  • Gleitsichtbrillen gewähren auch in den Randbereichen ungetrübte räumliche Wahrnehmung.
  • Die Technologie und die Möglichkeiten der Gleitsichtbrille sind enorm flexibel. Der Fachoptiker kann die Brille genau auf Ihre Bedürfnisse anpassen, egal ob Sie Sportler, Berufskraftfahrer, etc. sind.
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